Westfälische Wappen

 

Auf dieser Seite wird ein Index der Wappen westfälischer Familien entstehen. Diese Wappen werden nicht besonders sortiert sein, es werden Wappen Bürgerlicher neben Adeligen und Ritterlichen  erscheinen. Eine Trennung ist im ursprünglichen Westfalen kaum möglich. In einigen Teilen, die nach dem 30-Jährigen-Krieg an Preußen fielen (Ravensberg, Mark und Kleve) wurden die Adeligen teilweise in Preußen matrikuliert, teilweise verzichteten diese Familien aber auf eine Eintragung – vielleicht aus Kostengründen.  Viele Zweige ritterschaftlicher Familien gingen mit dem Schwertbrüder-Orden ins damalige Baltikum, wie Kurland oder Livland und wurden dort geadelt, sei es unter kaiserlicher, Preußischer, Schwedischer oder Russischer Oberhoheit. Teilweise sind Unterlagen darüber nicht mehr vorhanden.

Anderseits standen viele westfälische Adelige (Ritter) in preußischen/russischen/schwedischen Diensten und wurden dort in den Ranglisten als niederer oder betitelter Adel geführt, es konnte aber nie eine Standeserhöhung oder ähnliches nachgewiesen werden.

Achtung, um dieses Archiv immer mehr zu erweitern und zu vervollständigen benötigen wir Ihre Mitarbeit. Zum einen können Sie uns Ihre geführten Wappen (auch Neuannahmen) zur Veröffentlichung schicken. Zum anderen suchen wir immer Hinweise darauf, welche der Wappen immer noch geführt werden. Teilweise werden die wappenführenden Familien als ausgestorben in den Quellen geführt, während aber tatsächlich noch einige Zweige der Familien leben und auch noch das Wappen führen.

Bitte schicken Sie uns auch nur Wappen, deren Führungsrecht sie uns beweisen können.

Bitte haben Sie auch Geduld, bis diese Seite funktioniert, es müssen Tausende von Wappen und Genealogien digitalisiert werden. Auch sind noch nicht alle Quellen ausgewertet.

Wir bedanken uns bei Falko Ottenberg, daß wir auf seine Seite www.familienwappen.falko-plus.de  „Adel der Altmark“ verweisen dürfen.    

 

Geschichtliches über Westfalen

 

Genau genommen ist die Bezeichnung Westfalen falsch. Es handelte sich historisch um das Doppelherzogtum Westfalen und Engern. Die Grenze Westfalens war bis 1945 wesentlich weiter nördlich, diese Teile wurden 1948 dem neuen Bundesland Niedersachsen zugeschlagen. Das Bistum Münster reichte, in seiner größten Ausdehnung, vor 1618, bis an Bremen, Friesland und Oldenburg im Norden.

Seit Otto I. war nominell der Erzbischof von Köln in Personalunion auch Herzog von Westfalen und Engern. In unzähligen, jahrhundertlangen Kriegen gegen Grafen und Reichstädte (z. B. Soester Fehde) verloren die Erzbischöfe immer mehr an Einfluß und Macht – am Ende blieb nur noch Kurköln mit einigen Exklaven faktisch unter dem Einfluß des Herzogs - die anderen Gebiete waren selbstständig geworden. Die Mächtigsten, der regionalen Fürsten waren die Grafen von der Mark, von Berg, die Fürst - Bischöfe von Münster, von Paderborn und die Fürst - Äbte einiger Abteien.

Ähnlich wie in Hessen waren diese Gebiete aber nicht zusammenhängend, sondern bestanden aus Hunderten von Enklaven, Exklaven und reichsunmittelbaren Gebieten. Um diesen Streubesitz verwalten zu können gab es unzählige Ritterfamilien, Ministralen, Droste, Schulte und Meier, die teilweise diese Dienste schon seit sächsischen Zeiten versahen. Im Laufe der Zeit und durch geschickte Heiraten konnten diese Vasallen teilweise ihre Machtposition so erweitern, daß sie praktisch selbst unabhängige Herrscher wurden. Zu den reichsunmittelbaren Gebieten gehörten neben den Reichstädten auch noch die Reichritter, die zum Kanton Rhein gehörten.

Es ist klar, daß in einem solchen zersplitterten Gebiet nie eine zentrale Stelle gegründet werden konnte, die einheitlich Wappen, Nobilitierungen etc. registrierte. Jeder dieser Fürsten oder Grafen hatte eigene Register und Vasallenrollen in denen sie ihre Untergebenen aufführte.

Aus diesen Gründen tauchen im Index auch Familien auf, deren Heimat heute zu anderen Regionen gezählt wird, die aber früher zu Westfalen gehörten. 

 

Königreich Westfalen       

 

Leider fehlen uns alle Unterlagen aus Napoleonischer Zeit, wie Gnadenakte und Nobilitierungen. Wir wissen das es einige gegeben hat – sogar eine Menge – scheinbar wurden aber nach den Befreiungskriegen die Titel abgelegt, bzw. gegen unverdächtigere preußische Titel getauscht.  Hilfe ist uns hier sehr willkommen. 

 

Besonderheiten

 

Es gibt einige Besonderheiten in der Wappenführung.

Es kann sein, daß ein und das selbe Wappen von verschiedenen Familien geführt wird. Das hängt mit dem damaligen Namensrecht zusammen. Als Beispiel: Die fiktive Familie Schulte waren Burgmänner auf der ebenso fiktiven Burg Rabenstein. Daher wurden sie als „Schulte genannt Rabenstein“ oder „Schulte zu Rabenstein“ bezeichnet. Der zweite Sohn heiratete die Erbtochter des Gutes Bockum, sein Name wurde „Schulte-Rabenstein genannt Bockum“. Im Laufe der Zeit konnte das „Genannt“ oder andere Namensteile wegfallen, so daß völlig neue Namen entstanden. In diesem Fall wurde aus der einen Familie vielleicht Rabenschulte und aus dem anderen Zweig die Familie von Bockum, oder einfach Bockum. Trotzdem handelt es sich um die gleiche Familie und auch das Wappen wurde nach dem damaligen Wappenrecht   rechtens geführt. Zu dem kommt noch die Lautverschiebung dazu, die aus dem Ursprungsnamen im Laufe der Zeit einen völlig anders klingenden und geschriebenen Namen machte – Vellinghusen – Faellinhausen – Vellingsen.

Mangels Adelsmatrikeln kann man kaum zwischen ritterlichen, adeligen und bürgerlichen Familien unterscheiden. Nach heutigen Maßstäben bäuerliche (bürgerliche) Geschlechter saßen auf Rittergütern (mit feudalen Privilegien) und stimmberechtigt im Land-, bzw. Provinzialtat. So kann es sein das ein Wappen von der Familie „von Müller“ preußische Adelsbestätigung von 1778 und von einer verwandten Linie Müller geführt wird, die sich nicht um eine Bestätigung kümmerte. In den Landtags-Matricula der Jahre 1582 bis 1800 sind fast 40 Prozent der Besitzer von Freien-, Erb- und Alodialgütern  im heutigen Sinne nicht adelig. Wegen der Privilegien, die mit dem Besitz der Güter verbunden waren, sie konnten z.B. selbst Lehen vergeben, Sitz im Landtag, Stifts- und Turnierfähig usw., gehören diese Familien aber wiederum doch irgendwie zum Adel.   

Es gibt viele Wappen die sich unheimlich ähnlich sehen, teilweise sind es Wappengemeinschaften, bei denen aus Schutz- oder Trutzgründen oder aus gemeinsamen Interessen ein ähnliches Wappen gewählt wurde. Als Beispiel mag hier das Wappen Korff dienen, daß außerdem noch von zig anderen Familien – mit kleinen Abwandlungen in der Helmzier – geführt wird. Anderseits wird auch Verwandtschaft oder Einheirat zu Grunde liegen, die vielen Abarten des Wappens Mengde.

Viele Adelige oder Ritter führten Adelstitel wie Freiherr oder Baron, wobei aber nie die Standeserbung erforscht werden konnte. Als Beispiel die Barone Schell zu Rechen, die als Offiziere im preußischen Heer dienten und auch als Barone in der Rangliste geführt wurden, die aber nie den Titel nachweisen konnten.

Es gibt sehr viele fehlfarbige Wappen, also nur aus Farbe oder nur Metall bestehend. Eine weitere Besonderheit gibt es bei sehr alten Wappen, diese bestehen nur aus der Helmzier, wobei dann später Helm und die Helmzier in den Schild gesetzt wurde als Wappenbild.

 

Im Index verarbeitete Quellen

 

Übernommen wurden die Wappen und genealogischen Daten aus den Büchern von Max v. Spießen, Wappenbuch des Westfälischen Adels, Westfälische Stammtafeln, verschiedenen Staatsarchiven, dem Archiv der HGW, sowie Archiven und Genealogien, die uns von Familien oder Familienverbänden zur Verfügung, bzw. Auswertung überlassen wurden.

Außerdem haben wir bei einigen Familien Querverweise (Links) auf andere Webseiten gelegt. Das ist immer dann, wenn die westfälische Familie auch in anderen Gegenden Deutschlands angesessen war. 

Aus Copyright Gründen können wir auf dieser Seite nur die Namen veröffentlichen, soweit wir nicht das Recht zur Veröffentlichung bekommen haben. Bei Wappen, bei denen wir das Recht besitzen wird ein Link auf die Abbildung verweisen. Bei den anderen können wir Auszüge und Abbildungen gegen eine geringe Gebühr versenden. Bitte geben Sie bei Anfragen immer die laufende Nummer und den Namen angeben, z.B. A1/ v. d. A oder B/97 Bachoven

Die Namen der wappenführenden Familien sind immer in allen uns bekannten Schreibvarianten angegeben, als weiteres wird hinter dem Bindestrich die Ursprungsheimat, oder der Stammsitz angegeben. Soweit überhaupt bekannt.

Die alten Ortsnamen haben wir in die moderne Schreibweise übernommen! Wo wir den neuen Namen nicht kannten, oder uns nicht sicher waren, haben wir es bei der überlieferten Rechtschreibung belassen.

Ortsnamen können auch Gemarkungsnamen, Burg/Haus/Schloßnamen oder Ortsteilnamen sein, die heute längst nicht mehr existieren.

In Klammern nähere Angaben zur Familie. V. kann „von“ aber auch „van“ bedeuten, v.d. von der oder van de. Da das „von“ erst mit preußischen Adelsdiplomen in Mode kam, haben wir auf dieses Prädikat verzichtet, wenn nicht genau feststand, das es auch Namensbestandteil wurde. Einige Adelige bekamen auch bei der Adelsbestätigung das „von“ im Namen – machten aber nie Gebrauch davon. Hier fehlt auch das „von“ im Index. Fälschlicher Weise werden aber diese Adeligen trotzdem im Gotha oder genealogischen Handbuch mit dem Prädikat verzeichnet.

Das „de“ ist kein Prädikat, sondern Dialekt für der/die/das. „Zu/Zur“ ist eine spätere Übersetzung der Wörter Tho, To,Ten oder Ter und sind ebenfalls kein Prädikat.

 

 

Index

 

Unsere Quellen sind zum größten Teil sehr alt und nach der damaligen Schreibweise waren C und K, I und J, sowie V und F gleichwertig. Da wir nicht genau wissen, wie die Namen heute geschrieben werden, haben wir es bei der alten Schreibweise belassen. Aus diesem Grund gibt es im Index keine Auflistung unter K, J oder V, die gesuchten Namen sind unter C, I und F einsortiert.

Erklärung:

Unterstrichene Namen sind Links

Blaue Links führen auf Seiten der HGW, rote Links führen auf Seiten von Herrn Ottenberg.

 

A   B  C  D  E  F  G  H  I  L M  N  O  P  Q  R  S  T  U  W  X  Y  Z

 

A

1.        A, von der A, v. Koke, v. Koke von der A - Münster

2.        Aachen, Achen, v. Achen - Speyer, Aachen

3.        Abbet -  unbekannt

4.        Abel, Abel von Minden - Minden, Livland und Schweden

5.        Ackenschock, Akenschok, v. Lippborg gen. Ackenschock - Lippborg, Soest, Kamen, Amelsbüren, Bynkhof

6.         Adelebsen (Ritter) - Corvey

7.        Aden, v. Aden - Borg,  Büderich, Werl

8.        Aden (Ritter) - Burg Aden, Kamen

9.        Adorp, Adorf, v. Adorf – Verwandtschaft Padberg?

10.     Asslen, Asselmann – Soest

11.     Asserde – Unna

12.     Asten – Soest

13.     Ahaus, Edle v. Ahaus, v. Horstmar, Nahuis, Grafen v. Nahuis -  Ahaus

14.     Ahlen, Alden, Aldan, Alten – Lübeck

15.     Ahus, Tho dem Ahus, Ahuis – Osnabrück

16.     Ahus – Bielefeld

17.     Ahusen, Ahsen, - Recklinghausen

18.     Aichholt, Grafen v. Aichholt  -  Österreich

19.     Aken (Ritter, Patrizier) – Dortmund

20.     Albachsen – Höxter

21.     Albertinkhusen – Oelinghausen

22.     Alden, Ahlden – Lathen

23.     Aldenbreckerfelde, Breckerfeld – Köln, Soest

24.     Aldendorp, Altendorf – Essen, Schellenberg

25.     Aldendorp, Delwig

26.     Aldenhervord, Oldenherford, Altenherford – Herford

27.     Aldenwalstede – Walstede

28.     Aldingchoven, Aldinghoven – unbekannt

29.     Aldinghof – Hörde

30.     Aldeinghusen, Aldinghus, Aldinghausen – Oelinghausen

31.     Aldorpe -  Rinckerode, Münster

32.     Alen – Soest

33.     Alen – Osnabrück

34.     Alen – Münster

35.     Alen (Ritter) – Alen, Ahlen

36.     Alen – Überwasser

37.     Allant, Anlant gen. v. Calle, v. Calle, Kalle (Ritter) -  Soest

38.     Allendorf, Aldendorp – Essen

39.     Alnhusen, Allenhusen – Bad Driburg

40.     Almeslo, Almeslo gen. v. Tappe, Almelo, Almelo gen. v. Tappe – Tappenburg, Osterkappeln

41.     Almelo-Tappe, Grafen v. – Schlesien

42.     Alstedde, Alstädte, Alstein, Ulstein – Castrop

43.     Alstedde – Albersloh

44.     Alten, Alden – Hannover, Minden, Thüle

45.     Altena, Sobbe – Altena

46.     Altena, tho Altena, zu Altena – Coesfeld

47.     Altenbockum, Aldenbockum, v. Aldenbockum, Grimberg gen. v. Altenbockum, v. Grimberg-Altenbockum – Bochum, Dortmund

48.     Althaus, Olthus, Oldenhuys – Nordwalde

49.     Alves (Ritter) – Kamen

50.     Amboten – Kurland, Eichholz, Reigerding,Osnabrück/Bistum

51.     Ambüren – Osnabrück/Bistum